Amazon Aurora Serverless v2: Zero-Capacity-Scaling & neue Features

Amazon Aurora Serverless v2: Skalierung mit Nullkapazität und neue Funktionen

Amazon erweitert Aurora Serverless v2 um Zero-Capacity-Scaling

Amazon hat kürzlich angekündigt, dass Aurora Serverless v2 nun die Skalierung auf Nullkapazität unterstützt. Diese Funktion ermöglicht es der Datenbank, sich bei Inaktivität automatisch abzuschalten und Ressourcen freizugeben. Zuvor war eine Mindestkapazität von 0,5 Aurora Computing Units (ACU) erforderlich, was zu einer kontinuierlichen Ressourcennutzung führte. Diese Entwicklung wird als bedeutender Fortschritt für serverlose Architekturen angesehen, da sie eine größere Kosteneffizienz ermöglicht.

Die Bedeutung von Serverless-Datenbanken

Serverless-Datenbanken sind eine entscheidende Weiterentwicklung für Unternehmen, die eine flexible und kosteneffiziente Datenbanklösung benötigen. Traditionelle relationale Datenbanken erfordern feste Ressourcen, die unabhängig von der Nutzung Kosten verursachen. Serverless-Datenbanken hingegen passen ihre Ressourcen dynamisch an den tatsächlichen Bedarf an und können in Zeiten der Inaktivität vollständig abgeschaltet werden. Ein Beispiel für die Umstellung auf solche Technologien findet sich in der Logistikbranche, wo Unternehmen zunehmend serverlose Architekturen implementieren, um Skalierbarkeit und Effizienz zu verbessern., die eine flexible und kosteneffiziente Datenbanklösung benötigen. Traditionelle relationale Datenbanken erfordern feste Ressourcen, die unabhängig von der Nutzung Kosten verursachen. Serverless-Datenbanken hingegen passen ihre Ressourcen dynamisch an den tatsächlichen Bedarf an und können in Zeiten der Inaktivität vollständig abgeschaltet werden.

Diese Art von Datenbankmodell ist besonders nützlich für Unternehmen mit schwankenden oder unvorhersehbaren Workloads. Beispielsweise profitieren Start-ups, saisonale Anwendungen oder Entwicklungs- und Testumgebungen besonders von dieser Technologie. Anstatt kontinuierlich für eine bestimmte Kapazität zu zahlen, wird nur dann berechnet, wenn tatsächlich Ressourcen genutzt werden.

Automatisierte Pausen- und Fortsetzungsmechanismen

Mit der neuen Zero-Capacity-Scaling-Funktion kann Aurora Serverless v2 sich automatisch abschalten, wenn über einen bestimmten Zeitraum keine Verbindungen bestehen. Ein Neustart dauert im Durchschnitt 15 Sekunden, weshalb diese Funktion besonders für Entwicklungs- und Testumgebungen oder Anwendungen mit tolerierbaren Cold-Start-Zeiten geeignet ist.

Eine entscheidende Komponente dieser Funktion ist die Einstellung SecondsUntilAutoPause, die definiert, wie lange eine Instanz ohne aktive Verbindungen verbleibt, bevor sie pausiert. Die minimale Wartezeit beträgt fünf Minuten, während die maximale Einstellung bis zu einem ganzen Tag reicht. Dies gibt Entwicklern eine hohe Flexibilität bei der Konfiguration.

Technische Details zur Zero-Capacity-Scaling-Funktion

  • Die Datenbank pausiert, wenn keine offenen Verbindungen bestehen.
  • Die Zeit bis zur Pause wird über die Eigenschaft SecondsUntilAutoPause gesteuert, die zwischen 5 Minuten und 1 Tag eingestellt werden kann.
  • Nach einer Pause kann die anfängliche Kapazität geringer sein als vor der Unterbrechung.

Ein wichtiger Punkt ist, dass Aurora Serverless v2 nach einer Wiederaufnahme nicht sofort die gleiche Leistung bieten kann wie vor der Pause. Dies kann zu Verzögerungen führen, insbesondere wenn mehrere gleichzeitige Anfragen gestellt werden. Daher ist es wichtig, Anwendungslogik so zu gestalten, dass Verbindungsversuche wiederholt werden können.

Vergleich zwischen Aurora Serverless v1 und v2

Die ursprüngliche Version von Aurora Serverless bot bereits die Skalierung auf Nullkapazität, jedoch wurde diese Funktion bei der Einführung von v2 zunächst nicht übernommen. Mit dem neuen Update schließt Amazon nun diese Lücke und stellt die Funktion wieder zur Verfügung. Dennoch bestehen weiterhin Unterschiede zwischen den beiden Versionen:

  • Aurora Serverless v1: Unterstützt Zero-Capacity-Scaling von Beginn an, jedoch mit begrenzter Skalierungsleistung.
  • Aurora Serverless v2: Bietet eine leistungsstärkere Architektur, hatte aber anfangs keine Unterstützung für Nullkapazität.

Ein wesentlicher Vorteil von Aurora Serverless v2 gegenüber v1 liegt in der verbesserten Skalierbarkeit. Während v1 für kleine bis mittelgroße Anwendungen gut geeignet war, kann v2 auch anspruchsvollere Workloads effizient bedienen.

Empfohlene Nutzungsszenarien

Amazon empfiehlt die Nutzung der neuen Funktion in bestimmten Fällen, darunter:

  • Entwicklungs- und Testumgebungen, in denen Datenbanken nicht permanent aktiv sein müssen.
  • Batch-Jobs oder andere Anwendungen mit sporadischer Nutzung.
  • Workloads mit vorhersehbaren Nutzungsmustern, die sich an die Cold-Start-Zeiten anpassen können.

Für produktive Umgebungen, in denen niedrige Latenzzeiten entscheidend sind, empfiehlt es sich jedoch, eine Mindestkapazität beizubehalten, um unerwartete Verzögerungen zu vermeiden.

Auswirkungen auf die Kostenoptimierung

Da Aurora Serverless v2 nun die Skalierung auf Nullkapazität ermöglicht, können Unternehmen ihre Datenbankkosten erheblich reduzieren. Insbesondere für Workloads mit langen Inaktivitätsphasen kann diese Funktion helfen, ungenutzte Ressourcen zu vermeiden und dadurch die Betriebskosten zu senken.

Amazon bietet eine flexible Preisgestaltung für Aurora Serverless, wobei nur die tatsächlich genutzten Kapazitäten berechnet werden., wobei nur die tatsächlich genutzten Kapazitäten berechnet werden. Durch die Nutzung von Zero-Capacity-Scaling kann eine erhebliche Reduzierung der monatlichen Cloud-Kosten erreicht werden, insbesondere bei Workloads, die nicht rund um die Uhr aktiv sind.

Technische Herausforderungen und Empfehlungen

Amazon weist darauf hin, dass bei der Wiederaufnahme einer Instanz Verzögerungen auftreten können. Um potenzielle Verbindungsprobleme zu minimieren, sollten Entwickler folgende Maßnahmen ergreifen:

  • Den Verbindungsaufbau erneut versuchen, falls der erste Versuch fehlschlägt.
  • Client-Timeout-Einstellungen (z. B. connectTimeout und sslResponseTimeout für den JDBC-Treiber) entsprechend anpassen.
  • Offene Datenbankverbindungen vermeiden, wenn die Anwendung keine aktiven Abfragen ausführt.

Unterstützte Datenbankversionen

Die Zero-Capacity-Scaling-Funktion ist derzeit für bestimmte Versionen von Aurora PostgreSQL und Aurora MySQL verfügbar: und Aurora MySQL verfügbar:

  • Aurora PostgreSQL: Versionen 13.15+, 14.12+, 15.7+ und 16.3+
  • Aurora MySQL: Version 3.08+

Die kontinuierliche Erweiterung der unterstützten Versionen zeigt, dass Amazon bestrebt ist, Aurora Serverless v2 als langfristige Lösung für Unternehmen zu etablieren.

Fazit

Mit der neuen Unterstützung für die Skalierung auf Nullkapazität bringt Amazon Aurora Serverless v2 eine bedeutende Verbesserung für Entwickler und Unternehmen, die eine kosteneffiziente und flexible Datenbanklösung benötigen. Während diese Funktion in Produktionsumgebungen mit hohen Echtzeitanforderungen möglicherweise nicht optimal ist, bietet sie für Entwicklungs- und Testzwecke erhebliche Vorteile.

Unternehmen, die ihre Cloud-Kosten optimieren möchten, können von dieser neuen Skalierungsfunktion erheblich profitieren. Dennoch sollten sie sich der Cold-Start-Zeiten und der möglichen Verzögerungen bei der Wiederaufnahme bewusst sein und ihre Anwendungen entsprechend darauf ausrichten.

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